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August 2005

Heidelberg Wieblingen

Grundinstandsetzung am Wehr im Jahr 2005 bis 2012


Blick auf das Wehr vom Wieblinger Ufer aus (Sommer 2003)

Hintergründe und Planung

Wie das Wasser- und Schiffahrtsamt (WSA) Heidelberg mitteilt, sind am Wehr Wieblingen wegen seines hohen Alters in Sachen Funktionsfähigkeit und Standsicher heit jetzt umfangreiche Instandsetzungsarbeiten erforderlich. Die Analge wurde im Jahr 1925 errichtet und nur durch die geplanten Arbeiten könne mit ihr im Rahmen der natürlichen Gegebenheiten ein zeitgemäßer Hochwasserschutz der Stadt Heidelberg auch für die nächsten Jahrzehnte gewährleistet werden.

Die hierzu erforderlichen Arbeiten sind für die Jahre 2005 bis Anfang 2012 geplant.

Nur durch die jederzeit sichergestellte Funktionsfähigkeit der Anlage ist auch stest der geordnete Abfluss des Neckars gewährleistet. Darüber hinaus steuert sie die optimale Auslastung der Wasserkraftwerke am Wehr selbst und in Schwabenheim zur umweltfreundlichen Stromerzeugung so wie die erforderliche Wassertiefe für die Schifffahrt. Nicht zuletzt dient der Wehrsteg als öffentlicher Fußgängerweg zwischen Wieblingen und dem Neuenheimer Feld und stellt damit die Verbindung zu den Studien- und Arbeitsplätzen sowie vielen stark besuchten Freizeitstätten der Stadt Heidelberg her.

Genau berachtet, wird die komplette Antriebs- und Steuerungstechnik erneuert und eine Sanierung der Betonoberflächen durchgeführt. Darüber hinaus wurden in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Wasserbau bereis neue Wehrverschlüsse entwickelt, die einerseits der weiteren Sohlerosion unterhalb des Wehres entgegen wirken sollen, andererseits aber auch die Hochwassersituation für die Stadt Heidelberg entspannen helfen sollen.

Zusätzlich wird dafür Sorge getragen, bei den Baumaßnahmen gravierende Einschnitte in das Naturschutzgebiet zu vermeiden oder zu mindern sowie den Belangen des Denkmalschutzes betreffend des eben schützenswerten Bauwerkes zu entsprechen.

Die Planung der Maßnahme sieht ein jährliches Fortschreiten von dem in Fließrichtung rechts gelegenen Wehrfeld 6 (am Schifffahrtskanal) im Jahre 2006 bis zu dem auf der linken Seite liegenden Wehrfeld 1 im Jahre 2011 vor. Die Baumaßnahme wird hierbei mit der Herstellung einer Baugrubenumschließung und der Trockenlegung des Wehrfeldes begonnen. Es folgt die Demontage des alten Verschlusskörpers und des Antriebs mit dem Abriss des Antriebshauses. Um den neuen Antrieb aufnehmen zu können, muss auch der Pfeilerkopf in einer Dicke von zirka einem Meter abgebrochen und neu aufgebaut werden.

Da das ursprüngliche Erscheinungsbild der Wehranlage weitestgehend erhalten bleiben soll, wird auch das Antriebshaus wieder in Klinkerbauweise erstellt.


Zum Einheben der neuen Wehrverschlusskörper sei es erforderlich, den Wehrsteg in dieser Phase für etwa vier Wochen auszuheben und damit für die Öffentlichkeit zu sperren, so das WSA. Um die Einschnitte in den Fußgänger-Verkehr durch dis Sperrung möglichst gering zu halten, erfolge das Ausheben in Absprache mit der Stadt Heidelberg jeweils im 4. Quartal eines jeden Jahres, woraus sich eine Bauzeit von sechs Jahren ergibt. Zusätzliche, unvermeidbare Beeinträchtigungen der Anlieger wären in Form von Lärm und Vibrationen durch die Arbeiten selbst, insbesondere beim Einbringen der Spundwände, zu erwarten.
Um diese Belastungen einschätzen zu können, habe das WSA ein Erschütterungsgutachten in Auftrag gegeben. Hieraus richte sich dann das entsprechend hohe Anforderungen an das zum Einbringen der Spundwände eingesetzte Gerät. Unter anderem würden die Spundwände nicht durch Schlagen, sondern durch Einvibrieren in den Baugrund eingebracht. Des Weiteren laufe für die umliegende, betroffene Bebauung ein Beweissicherungsverfahren.
Bei der Planung der Grundinstandsetzung des Wehres Wieblingen habe man nicht nur eine optimale Lösung für den Neckar als Wasserstraße und Hochwasser führenden Strom erarbeiten wollen; darüber hinaus áhabe das WSA in enger Zusammenarbeit mit der Stadt auch die Belange der Öffentlichkeit berücksichtigt.(WSA/ MARENO.NET)



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