Mareno.net Naturschutzzentrum
Portal
Wir über uns
Beratung
Praktikum
Sozialstunden
Lokales & Regionales
Termine
Aktuelles Journal
Bild des Monats
Galerie
Partner
Impressum

Naturschutzzentrum Rhein-Neckar: Gründung, Ausstellung, Feierstunde, Ziele

Ausstellung mit Feierstunde

! Die Ausstellung ist verlängert worden und zusätzlich 24.-27.1.2011 mo-do 8-12 Uhr geöffnet. Führungen auf Anfrage: Telefon 06220/915775

Mit einer feierlichen Finissage wurde am 23. Januar 2011 in Wilhelmsfeld das Naturschutzzentrum Rhein-Neckar eingeweiht. Gäste waren unter anderem Vertreter anderer Naturschutz-Organisationen bzw. Institutionen. Auch aus den ersten zwei fördernden Gemeinden Wilhelmsfeld und Schriesheim sowie dem Regierungspräsidium Karlsruhe kamen Vertreter, die ideell das Anliegen der Gründer unterstützen bzw. als beratende Institution die Ziele des NAZ fördern.

Unter anderen kamen der stellvertretende Bürgermeister von Wilhelmsfeld Michael Jakob, vom Referat 'Naturschutz' für das Regierungspräsidium Dr. Christoph Aly sowie die Umweltbeauftragte Dr. Brigitta Martens-Aly vom Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg, Gemeinderätin der ersten NAZ-Partnerstadt Schriesheim Gisela Reinhard (Die Grünen) und vom Schriesheimer Bund für Umwelt und Naturschutz (B.U.N.D) die Vorsitzende Helke Hubrich.

Thomas Hartmann und Hans-Peter Merkel hatten als Gründer mit dieser Feier und der seit 8 Tagen laufenden Ausstellung in Wilhelmsfeld einen Anfang gemacht, der seine Fortsetzung mit einer Ausstellung und Feier südlich des Neckars seine Fortsetzung finden wird. Mitorganisatorin und Gestalterin Dipl.-Grafik-Designerin und Pflanzenillustratorin Marina Wilhelm, der Fernseh-Filmer Hartmut Idler, die Tierfotografen Andreas Kuhn und Ewald Czerwenski waren weitere Beteiligte der Ausstellung, die von vielen Besuchern als 'sehr eindrucksvoll' gelobt wurde. Fotografien, Beamershows und ein Tierfilm begeisterten 8 Tage private Besucher, Kindergruppen und Gäste aus Verwaltungsinstitutionen. Neben Themenschwerpunkten wie der 'Naturraum Elsenz-Kraichgau', Libellen, Insekten-Fotografie und das Leben einer Eisvogel-Familie standen die letzten 20 Jahre der privaten, schul- und vereinsbezogenen Naturschutz-Projekte und Kooperationen von Thomas Hartmann im Mittelpunkt, die heute als Mareno.net und in der Arbeit als Kreis-Naturschutzwart stets weiter geführt werden. Der Naturfotograf Hans-Peter Merkel stellte Insektenfotografien, insbesondere Libellen aus seiner langjährigen Arbeit vor und gab Tipps zum Fotografieren in der Natur.

Ein willkommenes Ergebnis dieser Ausstellung und Feierstunde sind auch konkrete Vereinbarungen für eine feste Zusammenarbeit sowie der Fortführung dieser Wanderausstellung unter anderem mit Kommunen, Schulen und Kindertagesstätten (Kindergärten etc.). Dies ist ein echter Beweis, dass sehr viel Bedarf an Natur- bzw. Naturschutz- und Umweltpädagogik besteht. Die laufende Ausstellung in Wilhelmsfeld wurd wegen der anhaltenden Nachfrage sogar verlängert.

Grundidee für ein
Naturschutzzentrum (NAZ)

Die Idee ist, allen Interessierten und im Natur- und Artenschutz engagierten Personen, Vereinen und ähnlichen Gruppen eine Plattform zu bieten. Hier sollen sie von ihren Erkenntnissen, Erfahrungswerten, Wissen, sowie von Ihrem Engagement der Bevölkerung berichten, und Besucher sollen davon begeistert werden.

Erste Resonanz

Wir haben versucht, ein Naturschutzzentrum in Heidelberg zu realisieren. Das Vorhaben wurde auch vom damaligen Landrat Dr. Jürgen Schütz und Minister für Ernährung und landwirtschaftlichen Raum Peter Hauk für gut befunden und unterstützt. Leider hatte damals Heidelberg eigene Pläne in dieser Hinsicht gehabt, was dann aber durch das Ausscheiden eines Großinvestors nicht funktioniert hat. Dies war dann zunächst auch ein Ende unserer Bemühungen.

Zentral oder dezentral?

Nun haben wir die Idee eines geographisch definierten 'Zentrums' verworfen und sind dabei, mit mehreren kommunalen Anlaufstellen näher an die Bevölkerung zu gelangen, was mit der Gemeinde Schriesheim und Wilhelmsfeld konkreten Erfolg gezeigt hat. Andere Gemeinden und das Zentrum des 'Naturpark Neckar-Odenwald' in Eberbach haben bereits großes Interesse bekundet.

Nachhaltigkeit als Grundgedanke

Unser Ziel ist, uns und unseren Kindern sowie Kindeskindern eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Dem Natur- und Artenschutz soll mehr Geltung verschafft werden. Wir möchten in diesem Sinne Projekte anderer unterstützen und beraten, Entwicklungen und Maßnahmen im Bereich Umwelt und Natur anregen und unterstützen. Das Wissen über unsere Flora und Fauna soll der Allgemeinheit vermittelt werden. Wir möchten das Thema Biodiversität in seiner Gesamtheit den Menschen näher bringen, Tipps geben und beraten, wie Sie dies ohne riesige Investitionen realisieren können.

Vor allem sollen Erwachsene und Kinder für unsere Umwelt, den Natur- und Artenschutz sensibilisiert werden.

''Denn nur das was wir kennen, können wir besser schützen''

Einmaliges Konzept

Ein Konzept wie das hier Beschriebene ist praktisch in seiner Form einmalig für die Metropolregion Rhein-Neckar. Es ist das erste dieser Art, bei dem außerordentlich viele Kräfte gebündelt werden sollen. Sicher kann in der Zusammenarbeit sehr vieler Interessensgruppen und Institutionen unsere Umwelt für die nachfolgenden Generationen auch überaus effektiv erhalten werden. Wir haben bereits langjährige Erfahrungen im Ausbau von Kooperationen auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes in Praxis und Theorie.

Im einzelnen heißt das...

... nach unseren Vorstellungen sollen mit unserem Einsatz in dem geplanten Naturkompetenzzentrum folgende Punkte verwirklicht werden.

Unser Ziel ist auf jeden Fall, dass sich das Zentrum nach einer Anlaufzeit weitgehend selbst finanziert. Die Einnahmen sollten dann dem Naturkompetenzzentrum für anstehende Projekte zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit den vorgenannten Interessengemeinschaften soll das Naturkompetenzzentrum folgendes anbieten (alles etwa gleich gewichtet):

1. Führungen (best. Tiergruppen, Orchideen, Heilkräuter, Wildkräuter etc.)

2. Bistro und Kiosk ähnliche Angebote

3. Beratungen Garten, Anlage naturgerechter Gärten

3. Beratungen Haus bzw. ökologisches Bauen z. B. KFB-finanzierte Hausdämmung

4. Schmetterlingsgärten und Beratung hierzu

5. Filme, Beamer-/Diashows

6. Ausstellungen

7. Informations-Tafeln, Schaukästen

8. Vorstellung Falknerorden

9. Infostände

10. Beratung f. Grundschullehrer zu Ökologie, Biologie

11. Kindergeburtstage und Kinderfreizeiten

12. Seminare Kinder + Erwachsene: Umwelt + Natur

Interesse? Hier genauere Erläuterungen

Die Führungen ggf. mit anschl. Auswertungen werden jeweils von Fachleuten durchgeführt. Begrenzungen der Teilnehmerzahl und pauschale Gruppenpreise nach Absprache.

Es soll in größeren 'Beratungszentren' ein einem Kiosk ähnliches Angebot eingerichtet werden, welches zu Familien verträglichen Preisen kleine Snacks und Getränke führt.

Auf einem Wanderrundweg können in regelmäßigen Abständen Spielgeräte, Lehrpfadschaukästen aufgestellt werden, welche auch einen Bezug zu Natur haben, z.B. ein kleines Tunnelsystem um einen Fuchs- oder Hasenbau nachzuahmen, oder einen 'Ameisenbau von innen'.

Es sollen zu festen Zeiten von Fachpersonal Beratungen für die ökologische und naturgerechte Anlage von (Vor-)Gärten stattfinden. Die Teilnehmer sollen dann mit einem handfesten Konzept entlassen werden (Einkaufsliste und Pflegeanleitungen), damit Sie die Beratung auch umsetzen können. Dieser Service soll dem Beratenen zwischen 25 und 30 € kosten.

Das NAZ strebt an, mehrmals jährlich Baufachberater (von Banken, Architekten etc.) zu Vorträgen und Beratungsstunden einzuladen. Thema soll immer das ökologische Bauen und Modernisieren sein (Wärmedämmung, ökologische Baustoffe, Photovoltaik, Sonnenkollektoren etc.). Kommt es durch diese Termine zu einem Vertragsabschluss zwischen von den Beratern und Kunden, dann erwarten wir entsprechend eine Spende für das Naturschutzzentrum.

Wir möchten Kommunen und Firmen eine Anlaufstelle bieten, wo Sie sich umfassend über den Bereich Biodiversität, Verträglichkeitsstudien und Ausarbeitung von ökologischen und wirtschaftlichen verträglichen Konzepten informieren können.
Wir wollen das kommunikative Bindeglied zwischen der öffentlichen Hand, Firmen, Vereinen und Privatpersonen sein, denn da gibt es vieles zu verbessern.

Wir möchten die Menschen dazu anregen, einen Teil Ihres Gartens für heimische Insekten bereit zu stellen. Wir zeigen auch Vorort, wie dies Interessierte bewerkstelligen können. Wir betreuen diesen Service auch gerne über das ganze Jahr. Die entstehenden Kosten für den Kunden sollen wieder zu 50 Prozent in das Zentrum fließen.

Es sollen regelmäßig Diashows, Filmvorführungen zum Thema Natur- und Artenschutz gezeigt werden.

Es sollen regelmäßig kostenlose Ausstellungen zu Themen rund um den Natur- und Artenschutz stattfinden.

Es sollen an unseren verschiedenen Standorten Schaukästen über Insekten, Vögel, Amphibien, Reptilien etc. (insbesondere auf ausgesuchten Wanderrundwegen) aufgestellt werden.

Der Deutsche Falkenorden soll regelmäßig InfoTermine über unsere Greifvögel machen. Weiterhin können Falkner aus der Region auf Anfrage auch heimische Greifvögel bei InfoTermine zeigen.

Im Wechsel sollen zu speziellen Schwerpunkt-Themen rund um die Natur und Umwelt in unseren Räumen gesonderte Infostände in einem geeigneten Raum aufgestellt werden.

Wir haben in Zusammenarbeit mit Lehrern von Grundschulen eine Lehrmittel-CD zum Thema 'Insekten' entwickelt und möchten Lehrern zeigen, welche Materialien Sie kostenlos vom BMU bekommen können. Auch machen wir Diashows und Vorträge direkt in Schulen.

Wir planen, besonders naturbezogene Kindergeburtstage und Freizeiten durchführen zu können. Die Kosten sind je nach Aufwand zu berechnen, wobei auch wieder ein Anteil von 50 Prozent in das Zentrum fließen soll.

Es sollen im Bereich Erwachsenenbildung regelmäßig Seminare rund um die Biodiversität abgehalten werden, welche z. T. auch von Studenten von den Universitäten der Metropolregion und Fachleuten aus den jeweiligen Fachbereichen durchgeführt werden.

Weitere Ideen und Vorschläge sind gerne willkommen!

Was was wert ist – kostet auch was

Wir haben uns zu kostenpflichtigen Angeboten entschlossen, da ohne finanzielle Mittel unsere Umwelt nicht zu schützen ist. Weiterhin sollen die Geldgeber für das Naturkompetenzzentrum so wenig wie möglich belastet werden. Man muss den Menschen in der Zukunft einfach klar machen: Ohne ihr eigenes Engagement und einen kleinen Obolus ist kein Natur- und Artenschutz möglich. So beabsichtigen wir dennoch zuversichtlich, das sich das Zentrum nach wenigen Jahren selbst finanzieren kann.

Interesse? – Wir sind ganz Ohr!

Wir hoffen, Ihr Interesse für das unser gestartetes Projekt 'Naturschutzzentrum' (NAZ) geweckt zu haben und hoffen auf eine fruchtbare Resonanz von Kommunen, potentiellen Mitarbeitern und Gästen.

Direkter Kontakt: Thomas Hartmann, Telefon 06226/784085, Thomas.Hartmann *at* Mareno.net


Insekten unserer Heimat

Danke!

Die Aussteller und Filmer bedanken sich recht herzlich für Ihr Interesse. Dank gilt auch der Gemeindeverwaltung Wilhelmsfeld für ihre entgegenkommende Unterstützung. Der Finissage am 23.1. 15 Uhr folgte eine Ausstellungsverlängerung. Die erfolgreiche Ausstellung wird an anderen Orten, die wir gerne bekannt geben, forgesetzt.