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Kürbisfest 2004 im NABU BezirksverbandDer NABU zeigte, wie man mit Kürbissuppe, Kürbisschnitzen, Fühlkiste, Ratespielen und mehr Ideen nebst Schminken und einer Palette Kulinarischen Ideen zu Halloween bzw. zur Kürbiszeit ein Fest für die ganze Familie zaubert.
(10.2004, Rhein-Neckar-Odenwald, T+F: Mareno.net). Meine Herren, war das Nußlocher Rathaus bunt und fruchtig geschmückt. Kaum wieder zu erkennen war hier bereits der Eingang zu den Amtsstuben mit großen und kleinen Kürbissen nebst Sträucherwerk, Vogelbildern und anderem mehr. Dieser farbenfrohe Aufbau, der allemal voll im Zeichen des Herbstes stand, wurde zum Blickfang für das bis dato schon traditionelle NABU-Kürbisfest. Ungwöhnlich war der Platz - warum aber war dies alles auf der Rathaustreppe und im Untergeschoss? Nun, Bürgermeister Karl Rühl erklärte dem Zeitungsreporter Heinrich Schmidt hierzu: "Rathaus und Natur stehen in vielerlei Weise in Verbindung." Rühl weiter: "Mit den kommenden dunklen und trüben Monaten beginnt bekanntlich wieder die Zeit (Anm. d. Red.: nur dann ?), in der Götter, Geister und Dämonen ihr Unwesen treiben. Um sie zu vertreiben, haben wir Menschen uns von Urzeiten her ja in vielerlei Weise einiges einfallen lassen ... und uns auch der Fratzengesichter bedient."
Aha! Die NABU-Ortsgruppe Leimen-Nußloch reiht sich hierbei mit ihrem Kürbisfest ein. So konnten auch jetzt wieder Eltern mit ihren Kindern aus vielen, in allen Größen angebotenen Kürbissen nach Herzenslust Gesichter bzw. Fratzen schneiden. Diese konnten sie dann spätestens Zuhause mit einer Kerze versehen und als Halloween-Stimmungskanone vor der Haustüre oder in den Garten platzieren - Na ja, laut den Druiden sollen sie ja vor allem Kinder, vielleicht auch Hab und Gut im Haus schützen. Böse Geister sollen sie diesbezüglich vertreiben. Mal ehrlich: Vertreibt man Geister nicht viel besser sehr effektiv mit lauten Rufen wie "Nabuuuuuu!!" ?
Wie auch immer: Kürbispflanzen kommen ursprünglich aus Kleinasien. Und in der Region Anatolien solls ja auch die meisten Dämonen geben, so glauben manche Leute. Würde ja Sinn machen! Ob der Natur-Schutzbund auch die vom aussterben bedrohten Natur-Geister schützt, bleibt wohl für immer ein Geheimnis.
Die ursprünglichen Kürbisse wurden bei uns allerdings durch Selektion vielfach in Form und Farbe umgezüchtet. "Als Kinder haben wir schon früher solche Gesichter geschnitzt", erinnert sich der NABU-Vorsitzende der Ortsgruppe Leimen-Nußloch Hagen Schmid (Bild rechts, vorne), "jedoch nicht aus einem Kürbis, sondern aus einer Dickrübe, im Nußlocher Jargon auch Dickworzel genannt". Diese reife zwar etwas später als der Kürbis aus, jedoch rechtzeitig, um sie für die schon damals beliebten Martinsumzüge bearbeiten und aushöhlen zu können. Daraus habe man damals entsprechende 'Gesichter' geformt.
Nebst Kürbissen bot das gut besuchte Kürbisfest noch Weiteres, was Kinder und Erwachsene begeisterte: Ein 'Froschkonzert' ließ wahrlich aufhorchen. Christiane Köhler vom NABU-Kreisvorstand spielte die 'Frosch-' beziehungsweise 'Krötenfee'. An einem Pult stehend bediente eine Anlage aus der auf Knopfdruck vielerlei Rufe, Gesänge und Gequake abgespielt werden konnte.....
..... Mal klapperte ein Storch, mal zirpte eine Grille, mal zwitscherte ein Sperling oder eine Schwalbe. Oder es ertönten die Stimmen von Amphibien. "Von welchem Tier kommt das?", fragte Köhler dazu. So mancher konnte es sofort einordnen. Das war dann ein Zeichen für den NABU-Bezirksvorsitzenden Armin Jendrysik, dass die Natur noch nicht ganz aus den Köpfen der Menschen verschwunden sein kann. In so genannten Fühlkisten konnten Kinder ihre Kenntnisse testen, inwieweit sie blind Früchte des Waldes erkennen.
Foto: Auch so ein kleines Früchtchen 'o' Mit der Hand konnten Buchäckern, Eicheln, Haselnüsse wie auch Kiefern- und Tannenzapfen ertastet werden. Wer sich traute oder wems egal war, ließ sich sein Gesicht bemalen, um als abschreckendes Beispiel voranzugehen.
Für höhere kulinarische Entzückungen gab es neben frisch gebackenen Waffeln auch frisch gepresster naturtrüber Apfelsaft, die den kleinen Hunger und Durst wohl stillten. Damit wurde das Kürbisfest ganz ählich wie in den Vorjahren sicher für jeden der Besucher zu einem schönen Erlebnis.
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