Ein großes Team
ermöglicht die Rettung der Trockenrasen
Die Wurzeln im Sandhausener Naturschutz schlagen tief
Im Folgenden soll klar werden, dass die in Mitteleuropa so seltenen Trockenrasen und Binnendünen ohne Erhaltungsmaßnahmen durch den Menschen viel stärker im Bestand bedroht wären. Es bedarf vieler Köpfe und Hände, um das Wesen der Trockenrasen verstehen zu lernen. Vermutlich nur durch viele Helfer in Theorie und Praxis können kommenden Generationen solche schönen Kleinode wie die Sandhausener Naturschutzgebiete mit ihrer noch nicht durch und durch klar erforschten ökologischen Bedeutung erhalten werden. In den 60 Jahren nach 1950 wären ohne Zutun des Menschen bereits viele Hektar der Sandhäuser Trockenrasen verschwunden. Viele berufliche und ehrenamtliche Helfer wirkten bisher mit, dass dem Verschwinden der seltenen Fauna und Flora bis heute Einhalt geboten ist.
Der Weg des Betreuers dieser Internetseiten - ehrenamtlich vom Landratsamt auch als Naturschutzwart für den Rhein-Neckar-Kreis bestellt - zeigt das vielschichtige Wirken zahlreicher Personen im Naturschutz auf. Schon als kleiner Bub war er vom "Urwald" auf der Mannheimer Reiß-Insel am Rhein fasziniert. Zeitgleich aus sich heraus schon sehr kritisch gegenüber allen menschgemachten Veränderungen in der freien Natur, waren noch mehr viele Voraussetzungen zum aktiven Naturschützer gegeben. Über die in den achtziger Jahren aktiven Schulgarten-Betreuer bzw. Biologie- und Erdkundelehrer Hanna Krieger und Gisela Bezler wurde der heutige Naturschutzwart als Schüler mit dem praktischen Naturschutz in Sandhausen sehr vertraut. Besonders der mit Impulsen zum Tierschutz und praktischen Artenerhaltungsmaßnahmen kamen von diesen und vom späteren Biologielehrer Lydia Löhken sehr gute Impulse und praktische Anleitung.
Es fanden einige Aktionen der Schulgarten-AG mit dem inzwischen verstorbenen aktiven Naturschützer Gerhard Bennebach statt. Bennebach war Mitglied im Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) und schon viele Jahre der Hauptakteur in der damaligen Ortsgruppe Sandhausen-Walldorf im Deutschen Bund für Vogelschutz e. V., der inzwischen als zweite Hälfte im NABU Deutschland e. V. aufging. Bennebach zeigte den Teilnehmern der Arbeitsgemeinschaft hervorragende Wege im praktischen Naturschutz auf. Nach Absprache steht für den Naturschutzwart auch heute noch die wertvolle Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen des NABU-Bezirksverbandes Rhein-Neckar-Odenwald an. Die Jugendgruppe wurde mit aufgebaut und mit betreut, die Pressearbeit verstärkt, Ferienzeltlager mit geleitet. Vogel- und Fledermaus-Schutzprojekte werden inzwischen mit dem Verein der Vogelfreunde Sandhausen gepflegt. Im Frühjahr stehen immer mal Amphibien-Rettungsaktionen am Waldrand, an Baustellen und Straßen in Sandhausen an.
Mit Klassen der Theodeor-Heuss-Realschule Walldorf und seinem Pflegetrupp leistet der NABU-Bezirksverband Rhein-Nechar-Odenwald inzwischen in vielen Aktionen weiter einen richtungsweisenden Beitrag zur Pflege Sandhäusener Schutzgebiete. Nicht zuletzt trägt hierzu die Arbeit des Vorsitzenden Andre Bauman vom NABU-Bezirksverband ganz besonders bei.
Bedeutend sind bei der Pflege und Reinigung der Natur- und Landschaftsschutzgebiete auch Aktionen der
JBf Rhein-Neckar bzw. Junge Sammler Sandhausen, die aufzeigen, wie einfach, spontan und doch sehr effektiv Schutzgebiete auch mit kleinen Kinder- und Jugendgruppen gepflegt werden können. Sie engagieren sich immer wieder im theoretischen und praktischen Naturschutz. Briefmarkensammlungen widmen sich verstärkt Naturschutzthemen. über zehn Jahre stellten die
Jungen Sammler Sandhausen die meisten der Gruppenleiter (Multiplikatoren). Ihre Ausbildung in Theorie und Praxis fand bei deren Gruppeleiter statt, der auch als organisierte und leitete der Kreis-Naturschutzwart von Sandhausen hunderte Arbeitseinsätze im Rahmen von Pflegemaßnahmen in den Sandhäuser Naturschutzgebieten mit durchführte und mit organisierte. Umweltpädagogisch betreute er hierbei immer noch Schüler vom Friedrich-Ebert-Gymnasium Sandhausen, der Pestalozzi-Förderschule und der Theodor-Heuss-Realschule Walldorf. Auch mit engagierten Vereinen und Kindergartengruppen werden praktische Arbeiten in den Naturschutzgebieten ausgeführt. Öffentliche Führungen durch die Naturschutzgebiete ergänzen diese Aktivitäten. Stets hilfsbereit zeigt sich bei vielen Fragen unverzichtbar der Kreis-Naturschutzwart Heinrich Schmidt aus Nußloch.
Die immer stärkere Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, der Bezirkstelle für Naturschutz und Landschaftspflege bzw. dem Regierungspräsidium in Karlsruhe fällt auf immer fruchtbareren Boden. Dank für Unterstützung in Theorie und auch Praxis gilt insbesondere der Landschaftspflegerin Ulrike Rohde und dem Biologen Dr. Hans Horn, für Expertisen auch dem Biologen Prof. Wulfart Winterhoff, sowie für Initiative, Praxis und Theorie den (ehem.) NABU-Geschäftsführern Thomas Böhning, Christiane Köhler, Armin Jendrysik und der NABU-Ortsgruppe Walldorf-Sandhausen. Bei Literaturrecherchen zeigte sich das Team der Sandhäuser Gemeindebibliothek und sehr stark Jana Tasch sehr hilfreich. Der Bauhof Sandhausen, und allem voran die viele Jahre vom Naturschutwart intensiv mitorganisierte und mitbetreute "Dünenputz AG" des Friedrich-Ebert-Gymnasiums mit Initiator Geograph Dr. Manfred Löscher, Biologe Jan Hyner und weiteren Lehrerkollegen machten hunderte Pflegeeinsätze möglich. Pflege betrieben bisher auch die Kinder und Erzieher des Wichern-Kindergartens und Waldkindergartens von Sandhausen. Der Gemeindeverwaltung Sandhausen sei an dieser Stelle für die langjährige finanzielle Unterstützung gedankt. Sie verminderte 1997 bis 2001 maßgeblich die durch den Naturschutz persönlich zu tragenden Kosten. In diesem Sinne seien auch die positive Einstellung des Gemeinderates gegenüber dem Naturschutz hervorgehoben. Viele Gemeinderäte (CDU, SPD, FDP, Grüne/Bündnis 90 bzw. Alternative Liste) wirkten in mehreren Pflegeeinsätzen selbstlos an der Pflege der örtlichen Naturschutzgebiete mit.
Die Arbeit in Sandhausen - wie inzwischen an vielen Orten in der Region Rhein-Neckar - ist weiterhin recht positiv geprägt durch Zusammenarbeit mit dem staatlichen Forstamt beziehungsweise dem Revierforstleiter Andreas Kolb sowie dem Kollegium vom Polizeiposten Wiesloch, der Bereitschaft in Sandhausen und der freiwilligen Feuerwehr Sandhausen. Anerkennung gilt hier jedoch vor allem den Personen, die sich selbstlos für den Naturschutz eingesetzt haben, besonders auch L. Katharina H.(Beta Lyra), Konstantin (St. Ilgen), Rudolf Lehr mit seinem Wissen über die Geschichte, kulturellen Hintergründe und persönliche Bindung vieler Sandhäuser zu IHREN Dünen und Krutzen. Danke Heinrich Speicher, Gärtnerei Friedrich Gäng und Sohn, dem Gartenbesitzer am Galgenbuckel, ganz besonders dem unermüdlichen rein ehrenamtlichen Kleiderreinigungs- und Reparaturbetrieb "Herlinde Hartmann" und weiteren Ungenannten mehr.
Unser Partner
...in Sachen gärtnerische Beratung, Pflege von amtlich geschützten Kulturlandschaften: auch bei Fragen zu naturnaher Gartengestaltung ist Alfred Schäuble aus Sandhausen unser Mann. Er ist ein Kenner in Sachen Gartenabu rund um Heidelberg.
Mit seinen Kenntnissen eben auch zu typischen Problemen unserer Heimat (Rasen auf reinem Sandboden? Gestalten alter dekultivierter Weinberge etc.). Er steht Mareno.net bei fachlichen Fragen immer kostenlos zur Verfügung. Planung Gestaltung Pflege Baumfällarbeiten Baumschnitt Staudenpflanzungen Gehölzpflanzungen Gehölzschnitt Rasen Gartenteiche Bewässerungssysteme Gartenwege Terassen Hofeinfarten Mauerbau
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