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Landschaftsschutzgebiet Hochholz

Faszination Wald - 1. Walldorfer Waldtag

Am 23. und 24.07.2005 fand der 1. Walldorfer Waldtag statt. Ein großartiges Familienprogramm mit Waldgottesdienst, professionell gesichtertes Baum-Klettern und im Sinne des Wortes das Bauklötzer staunen (Foto) faszinierten eineinhalb Tage lang die Besucher im Naturschutzwald Hochholz.

Am Abend vor dem ausgedehnten Tagesprogramm konnten sich Musikfreunde zu einem Waldkonzert mit dem "Sinfonieorchster TonArt" aus Heidelberg einladen. Arien aus "Der Freischütz" von Carl Maria Weber wurden zum Besten gegeben. Ein Flötenkonzert von Carl Reinecke erfreute als weiterer Ohrenschmaus unter der Leitung von Otto Lamadé.
Auf die Nagelprobe gestellt wurden die Gäste. Wie und Wo? Natürlich an der - na, sagen wir mal deutlicher - Mit-Hammer-Den-Nagel-Ins-Holz-Einschlag-Station.

Fleißiges Raten war an der Station Wald-Quiz angesagt. Die gehörte ebenso zum Rundkurs um den Hochholzer See, und sie klärte die Hunderte Gäste auf über die sonst wenig durchschaubaren Geheimnisse vom diesem vielseitigen Walldorfer Wald und See, deren Natur und die Ökologie. Die Ideen und Hintergründe für den amtlichen Naturschutz konnte mancher ebenfalls endlich besser kennen lernen.

Ausrichter dieses 1. Walldorfer Waldtages waren Revierförster Gunter Glasbrenner mit seinen äuserst fleißigen Forstarbeitern, NABU Walldorf-Sandhausen, Jägervereinigung Heidelberg, Angelsportverein Walldorf, ein Walldorfer Imker (Foto) und die Kurpfälzer Jagdhornbläser. Und wer weiß, wie man im Foto mit dem Bienenvolk gleich die Königin findet? - Na ja - `ist nicht so schwer, auf unserem Foto hat sie einen blauen Stern auf dem Rücken.




Auch verschiedene Jugendgruppen bzw. auch Orchester leisteten ihren Beitrag für ein vielseitiges anspruchsvollen Programm.


Mit im Erlebnisangebot war selbst verständlich auch das faszinierende Waldklassenzimmer "Waldlupe". Ausgestopfte Tiere in einem sorgfältig nachempfundenen kleinen Waldterrain, Natur im Malbuch und mehr hielten vor allem junge Besucher ganz schön wie gefesselt im Waldklassenzimmer.



Die Profis im Wald: Die Waldarbeiter an der Motorsäge.

Den Waldarbeitern hatten dann nach deren Benutzerhinweise für die Abgasfreien Holz-Trenngeräte doch tatsächlich die Gäste vorgemacht, wie man umweltfreundlicher Holz klein macht - nur dauerts halt länger - macht aber wiederum vielen viel mehr Spaß und erspart den Besuch im Fitness-Center.


Nicht nur die kleinen Handwerker hatten Spaß an der Holzbearbeitung.


Aber - Hand aufs Herz: An der Station "Motorsägenkunst" waren doch alle froh, dass mit der Motorsäge gearbeitet wurde - sonst hätten wir 60 Waldarbeiter gebraucht, um vorzuführen, wie mit Sägen aus Stammstücken allerlei schmucke Baum-Tiere, Baum-Blumen und Baum-Pilze geschaffen werden können.

Endlich! - Bei der Jägervereinigung beziehungsweise vom Vertreter des Jagdschutzes konnten die Forschergeister zu ihrem großen Staunen fest stellen, ob man wirklich ein Schwein ist, wenn man sich nicht hinter den Ohren wäscht - Sie waren ungewaschen!

Aber auch sonst, wurden am Stand der Jäger tierisch viele Fragen zur Tierwelt heimischer Wälder jederman gerne beantwortet.

Lustig, holzig, experimentell gings auch am Stand des Waldkindergartens zu, der in einer Fotodokumentation seine naturnahe und gesunde Kindergartenzeit darstellte.

Jawoll. Und wer nicht fehlen durfte aus den Reihen der aktiven Naturschützer, war die Ortsgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Walldorf-Sandhausen. Da bekam man dann von vielen Naturkennern jede Menge Tipps und jede noch so persönliche Frage zu Natur und Garten beantwortet. Ein richtiger kleiner Zoo mit "Tier-Pflegekindern" war da aufgebaut. Selten in Natura zu sehende Tierarten wurde da als schützenswerte, wahre Naturschönheiten bewundert.

Text und Fotos: © 2005 Thomas Hartmann (Naturschutzwart unter anderem für Walldorf)



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