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Die Harlekinspinne - eine achtbeinige Galerie

Ein Kleinod der Dünensande in Sandhausen/Baden


Das Weibchen der Harlekinspinne (Eresus cinnaberinus) ist in einer Größe von 10 bis 16 mm, das Männchen 8 bis 11 mm groß ganzjährig anzutreffen. Die Art ist laut Roter Liste in Deutschland stark gefährdet (RL2) und durch das Bundesartenschutzgesetz (BASchG) streng geschützt. Das Weibchen ist eher unscheinbar, sitzt zu dem meist in seiner selbst gebauten senkrechten Röhre in steppenartigen Arealen mit sandigem Boden oder felsigem Untergrund. Das Männchen dagegen imponiert durch den mit vier schwarzen Punkten gezeichneten leuchtend roten Hinterleib und weiß gestreiften haarigen Beinen sehr auffällig. Im Herbst laufen die Männchen auf der Suche nach den Weibchen bzw. ihrer Röhre umher.



Ihre Höhle kleidet die Art mit einem Gespinnst aus. Durch ein mit Gras getarntes Gespinnstdach sind die Wohnröhren dieser Art nicht direkt zu entdecken, so dass beim Betreten der Naturschutzgebiete in Sandhausen schnell einmal versehentlich eine Röhre zertreten werden kann. In den Sandhäausener Trockenrasen verschüttete, mit Sand bedeckte Harlekinspinnen können sich jedoch eventuell aus eigener Kraft wieder befreien und bauen erneut ihre Röhre an einer windgeschützten warmen, grasigen Stelle.


















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