Aktuell
nationale, internationale, und regionale Nachrichten
zu Naturschutz, Landschaftsschutz, Artenschutz und Biotopschutz
21. November 2006
PETITION SAVE THE GOLFO DULCE
Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) hat eine Petition gestartet, mit der geholfen werden kann die geplante Thunfischfarm im Golfo Dulce zu verhindern.
(AGA/RT). Der Golfo Dulce ist eines der Naturwunder im Südwesten von Costa Rica.
Die große Bucht beherbergt seltene und vom Aussterben bedrohte Arten wie Meeresschildkröten,
verschiedene Wal- und Delfinarten, Walhaie, Seevögel und farbenprächtige tropische Fische.
Buckelwale bringen dort ihre Jungen zur Welt, und die Strände sind wichtige Brutplätze für mehrere Arten von Meeresschildkröten.
Eine Thunfischfarm hätte gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem des Golfo Dulce.
Weitere Informationen zum Golfo Dulce, potentielle Probleme die sich aus dem Betrieb der Thunfischfarm ergeben sowie die Online-Petition erhalten Sie unter
www.aga-international.de/aktuelles/golfo.html.
15. August 2006
Rettet den Regenwald!
Bitte um Hilfe für die Penan im Kampf gegen Holzkonzerne!
(RB). Seit über zwei Jahren verhindert das indigene Volk der Penan im malaysischen Teil der
Insel Borneo mit einer Straßenblockade das Abholzen der letzten primären Regenwälder in der
Gemeinde Long Benali. Dank weltweiter Proteste gegen die drohende Waldzerstörung, so Berichtet
die Gesellschaft "Rettet den Regenwald", weiter, haben die malaysischen Behörden
es bisher nicht gewagt, die Blockade gewaltsam zu beenden. Die Penan bitten weiter aktuell dringend
um internationale Unterstützung. Weitere Informationen zur Aktion und einen Musterbrief
findet man unter www.regenwald.org.
Kontakt: Reinhard Behrend, info@regenwald.org
22. Oktober 2005
Landesvertreterversammlung
des NABU Baden-Württemberg
Gastvortrag von Minister Hauk - Letzte Schritte zum Biosphärengebiet Landesvorstand neu gewählt
Foto: Der NABU-Landesvorsitzende Dr. Stefan Rösler überreicht Minister Peter Hauk als Symbol für die gelungene Zusammenarbeit im Naturschutz ein Schild mit der Aufschrift "Biosphärengebiet Mittlere Schwäbische Alb".
Münsingen. (NABU/thh) Das erste Großschutzgebiet Baden-Württembergs sieht der Naturschutzbund (NABU) zum Greifen nah. Der Landesverband des NABU erinnerte den Minister für den ländlichen Raum (MLR) Peter Hauk daran, das Biosphärengebiet "Mittlere Schwäbische Alb" weiter voranzutreiben und die letzten Schritte jetzt zu gehen". Als NABU-Landesvorsitzender war dies Dr. Stefan Rösler in Münsingen auf der Landesvertreterversammlung (LVV) des NABU ein ganz besonderes anliegen.
Hauk machte in seinem großen Gastvortrag klar, dass er die nächsten Schritte zum Biosphärengebiet zügig gehen möchte.
Dabei ließ er allerdings explizit offen, ob der Startschuss noch vor der Landtagswahl im März 2006 fallen wird, wie vom NABU gefordert. Mit Themen wie Föderalismus, NATURA 2000, Ökokonto und Klimaschutz vermittelte der Minister einen umfassenden Blick auf aktuelle landes- und umweltpolitische Debatten. Eines seiner Hauptanliegen war es, den vielen ehrenamtlichen Naturschützern im NABU für ihre unverzichtbare Arbeit zu danken.
Der NABU setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz des
Truppenübungsplatzes Münsingen und seiner Umgebung ein."Kein anderer Verband und keine Partei hat so lange, so ausdauernd und so intensiv um das Biosphärengebiet geworben und gekämpft wie der NABU", sagte Rösler.
"Wenn das erste Großschutzgebiet Baden-Württembergs endlich kommt, ist das in erster Linie ein Erfolg des NABU und eine unserer größten Errungenschaften der vergangenen Jahre." Für Land und Region sei das Biosphärengebiet ein Volltreffer, so Rösler weiter. "Sowohl die Lebensqualität für die Menschen vor Ort als auch die Wirtschaft würden dadurch einen Aufschwung erleben."
Das Wirtschaften des Menschen auf Dauer naturverträglich zu gestalten, ist für den NABU eine der größten Herausforderungen der Menschen überhaupt. Vor allem der Klimawandel zeigt den dringenden Handlungsbedarf, auf den Umweltschutzorganisationen wie der NABU seit Jahren hinweisen."Trotz der globalen Dimensionen: Lokales Handeln ist und bleibt besonders wichtig - so auch beim Thema Biosphärengebiet. Das
Land hat jetzt die Chance, die Alb zur Modellregion für nachhaltiges
Wirtschaften zu machen", so der NABU-Landesvorsitzende, der betonte, man müsse diese Chance wahrnehmen"
Als Erfolge wertet der NABU auch sein Landschaftsführer-Programm
"NABU-Guides" und die inzwischen acht ÖkoRegio-Touren im Land. "Wir möchten die Menschen wieder an die Natur heranführen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger und nicht wissenschaftlich abgehoben, sondern mit einer Mischung aus Genuss, Spaß und Wissen", so Rösler. Die lebendige Vielfalt der Natur zu erleben, bereichere unser Leben.
Neben politischen und naturschutzbezogenen Fragen standen auch verbandsinterne Diskussionen und Entscheidungen auf der Agenda. Den NABU zeichnet derzeit sein stabiler Mitgliederstamm aus.
Auf der LVV wurde auch der Landesvorstand gewählt. Als Spitze des neunköpfigen Gremiums wurde einstimmig der Vorsitzende Dr. Stefan Rösler im Amt bestätigt.
Nicht mehr zur Wahl angetreten war Prof. Dr. Reinhard Böcker. An seine Stelle als stellvertretender Landesvorsitzender tritt Ingo Ammermann. Neu in den Vorstand kam Biologe Dr. Frieder Mauch aus Laupheim. Der übrige
Vorstand bleibt unverändert. Alle Entscheidungen wurden ohne Gegenstimme getroffen.
Foto: Der neu formierte Landesvorstand des NABU Baden-Württemberg
29. Oktober 2005
Golfplatz-Projekt Eppelheim
NABU im Gespräch mit den Initiatoren
Eppelheim. (thh) die Planungen für einen für die Allgemeinheit zugänglichen Golfplatz stehen direkt vor den Genehmigungsverfahren. Bei einem Treffen von Vertretern des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) aus Heidelberg mit drei der vier Projektinitiatoren wurden Vorstellungen seitens beider Seiten erörtert und teils im Einzelnen besprochen. Vor allem ehemalige Landwirtschftsfläche und eine früher genutzte Müllgrube würden von dem Golfplatz überbaut, so war den Bauplänen des Landschaftsarchitekten zu entnehmen. Auch ein vom NABU selbst gepflegtes Biotop liegt auf dem betroffenen Areal.
Die Grüne Liste Eppelheim mit Christa Balling, Isabel Da Silva und Martin Gramm hatten in einem Vorgespräch mit den NABU-Delegierten Nicole Debon, Heidelbergs NABU-Vorsitzendem Volker Violet und Kreis-Naturschutzwart Thomas Hartmann bereits auch Umwelt- und Naturschutz betreffende Aspekte zum Projekt ausgetauscht.
Hier wurde klar, dass laut einer Umfrage bei anderen NABU-Gruppen, viele der Meinung sind, Golfplätze könnten für den Naturschutz förderlich sein. Debon legte Ergebnisse aus Großbritannien vor, die diese Ansicht untermauern. Die Materialien stammen von John Burton, der sich inzwischen bereiterklärte, als Sachverständiger das von ihm in vergangener Zeit schon einmal kartierte Areal weiter aus der sicht eines Biologen zu beobachten. Debon vermerkte, dass es in Großbritannien bereits eine "Arbeitsgemeinschaft AG Naturschutz und Golf" gebe.
Balling vewies auf den beim Golf geringeren Eintrag von Schadstoffen wie Düngemittel und Pestizide als in der herkömmlichen Landwirtschaft.
Beim einem Treffen der Initiatoren mit NABU-Vertretern wurde die bisher eingeschlagene "Marschroute" der Grünen Liste und des NABU allgemein für richtig befunden. Initiator Niehus betonte seine Absicht, viel für den Naturschutz zu tun und seine Möglichkeiten, die es zur Aufwertung des Gebietes hinsichtlich Artenvielfalt gibt, zu nutzen. Ziel sei damit auch die Zertifizierung zum "Umweltfreundlichen Golfplatz" vorzuschlagen. Niehus äußerte weiter die Absicht, durch entsprechende Pflanzungen, Brachen und Gewässer ein vielfaches an Pflanzen- und Tierarten anzusiedeln, als derzeit vorhanden sind. (Der Eppelheimer Gemeinderat muss dem Bebauungsplan erst noch zustimmen!). Hinsichtlich des Zeitplans war zu erfahren, dass als Baubeginn Anfang 2006 oder eine Saison später, der Abschluss 2007 oder 2008 vorgesehen ist. Die Zufahrt für PKWs soll nach bisherigen Planungen nur vom Stßckerweg aus möglich sein.
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