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13. September bis 2. Oktober 2005

Gehäuft tote Meisen im Raum um Heidelberg

Heidelberg. (thh) An 13.9.05 stand in der Rhein-Neckar-Zeitung, dass in der Heidelberger Altstadt einmal drei und eine einzelne Tote Meise gefunden wurde, da klingelte bei der Heidelberger Beratungsstelle des Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU) das Telefon, dass drei weitere Meisen - Tannenmeisen - an einer weiteren Stelle in der Altstadt gefunden wurden.

Die auch beim NABU deswegen kontaktierten Naturschutzwarte Volker Violett und Thomas Hartmann machten sich nun auch gedanken, ob dahinter Taubenvergiftungsaktionen stehen könnten, wie sie 1997 das letzte Mal von der Stadtverwaltung vorgenommen wurden. Der damals zuständige Umweltbürgermeister Thomas Schaller erklärte damals öffentlich, es gäbe in Zukunft keine derartigen Vergiftungsaktionen. Das klingt weiterhin glaubhaft, da damals auch in der Verwaltung Verstädnis herrschte, dass man zur Verminderung der Taubenzahl dies einfach nur in Ruhe lassen sollte. Vor allem Fütterung durch falsch verstandene Tierliebe ist das, was Bestandszahlen und nicht zuletzt auch die Gesundheit der Tiere ins Wanken bringen kann. Mancher alte beziehungsweise kranker wildlebende Vogel stirbt nun einmal im Winter ganz natürlicher Weise. Zu essen finden die Gesunden aber in der Regel immer genug.
In Hockenheim wurdenbei einer Reinigungsaktion für die Nistkästen im Friedhof auffallend viele tote Alt- und Jungmeisen in den Kästen gefunden. Das Sterbedatum allerdings liegt mutmaßlich bei wenigen Tagen bis mehrere Monate. Vom Weinheimer NABU, aus dem Raum Mannheim und aderwo her wurden Naturschutzwart Thomas Hartmann inzwischen viele Scheibenanflüge von Meisen gemeldet. Seltsamer Weise nur Meisen. Damit ist jedoch eine Art örtliche Vergiftungsaktion in Heidelberg als Ursache für das Meisensterben dort praktisch auszuschließen. Langjährige Vogelbeobachter des NABU teilten dem Naturschutzwart inzwischen mit, es handele sich bei dem Ende September gehäuften Meisensterben um ein jahreszeitbedingt "nicht sehr ungewöhnlichen Phänomen". Die Redaktion von naturschutz.mareno.net ist übrigens dankbar für eMail-Mitteilungen, die zur weiteren Aufklärung des Phänomenes beitragen kann - den nur Meisen sind derzeit gehäuft tot gefunden worden.

Dem Finder toter oder hilfloser Wildvögel in Heidelberg ist bis zur weiteren Klärung der Umstände grundsätzlich folgendes zu raten:

Aus hygiennischen Gründen sind hernach in den Hausmüll zu entsorgende Gummihandschuhe beim Umgang mit den Tieren anzuraten. Noch lebende, hilflose Vögel für etwa 24 Stunden in ein lichtundurchlässiges aber nicht luftdichtes Behältnis geben oder ein solches stabil über das Tier setzen. Auch bei größeren vögeln kann das Überwerfen eines lichtundurchlässigen Tuches einen beruhienden Effekt bringen. Große Vögel sollten sofort nach dem Auffinden beim Amt für öffentliche Ordnung oder einer Polizeidienststelle gemeldet werden. Fliegt der Kleinvogel nach den etwa 24 Stunden beim Freilassen nicht selbtändig davon, dann sollte man auch dann zu Dienstzeiten unter der Tel. 06221/5817000 beim Amt für öffentliche Ordnung anrufen.

- mit Sicherheit verendete Vögel liegen lassen und Tel. 06221/5817000 beim Amt für öffentliche Ordnung oder der Polizei anrufen. Aus hygiennischen Gründen sind die später in den Hausmüll zu entsorgenden Gummihandschuhe beim Umgang mit den Tieren angeraten.

Auch Tierärzte bzw. Tierarzt-Notdienste, deren Telefonnumern oft auch in Amtsblättern/-mitteilungen des Fundortes stehen helfen in solchen Fällen für das erste weiter.

Kontakt zum Naturschutzzentrum Heidelberg:
Schröderstr. 24, 69120 Heidelberg
Tel. 06221/600705, Fax 06221/182679
info*at*nabu-heidelberg.de Öffnungszeiten Naturschutzzentrum
Montag - Donnerstag 16.00 - 18.00 Uhr,
Donnerstag 10.00 - 12.00 Uhr




September 2005

Bringen uns Zugvögel die Vogelgrippe?

(mareno.net) Dank nachhaltiger Naturschutzmaßnahmen im Rhein-Neckar-Kreis in wenigen vergangenen Jahrzehnten finden auch hier Schwärme europäischer Zugvögel aus Zentralrussland geeignete Rastplätze. In sachen Vogelgrippe bekommt dies derzeit einen sehr unangenehmen Beigeschmack. Seit sich die Vogelgrippe auch in Russland ausbreitet, sollte eine Übertragung der Seuche unter allen umständen vermieden werden, da sie auch für den Menschen tödliche Folgen haben kann.
Da Der Flug der Zugvögel im August ganz allmählich beginnt, werden von Mitte Oktober bis Anfang Novemberzunehmend diese reisenden Vögel in Deutschland erwartet. Die Veterinärämter stünden diesbezüglich auf ständiger Alarmbereitschaft, heißt es in Pressemeldungen. Fachleute gehn davon aus, sollte die Gefahr steigen, müssten ´sogar Zoovögel für eine Weile auf frische Luft verzichten. Alle Geflügelarten müssten in gesch´ützten Stallungen untergebracht werden. Die EU-Kommission ist mit Stand 28.08. noch gegen eine sogenannte Aufstallung von Geflügel. Laut Dr. Christiane Renner vom Landesministerium für Ernährung und ländlichen Raum in Stuttgart seien in erster Linie Wildgänse und Wildenten Besorgnis erregend. Jene Tiere tragen unter Umständen den Virus in sich und kännten ihn auf Puten- und Hühnerarten übertragen. Das sei dann weiterhin zu dem gefährlich. Ob ein reisender Wasservogel das tödliche Virus in sich trägt, sei, so das Bundesministerium für Verbraucherschutz, nachweisbar, daher habe es ein Wildvogel-Monito- ring eingeführt. Das Monitoring beinhalte eine regelmäßige Untersuchung von Enten und Gänsen. Über den Rhein-Neckar-Raum führt keine klassische Route der aus Russland kommenden Wasservögel. Auch ist die Aufenthaltsdauer recht kurz und die Nahrungskonkurenz einheimischer Vägel stark. Viel eher überfliegen diese den Norden Deutschlands. Der Schmuggel russischer Tiere nach Deutschland spiele eine viel größere Rolle, so dass das Bundesverbraucherschutzministerium besonders versucht, den Schmuggel von infizierten Vögeln zu unterbinden. Hinter dem Schmuggel steht vermutlich die Sammlerleidenschaft einiger Züchter.

Wenn die Krankheit trotz aller genannten Vorsichtsmaßnahmen in Deutschland ausbricht, müssen Vögel von Gewässern fern gehalten werden. Gehaltene Vägel kämen in geschlossene Ställe und die Tiere im Zoo, so aus Heidelberg zu hären, dürften dann auch nicht mehr zur Schau gestellt werden. Letzteres gelte zumindest bis eindeutig erwiesen ist, dass keines von den Tieren von der Krankheit betroffen ist´.


Quelle: u.a. Rhein-Neckar-Zeitung.


Sommer 2005

Sieben Kernforderungen an die Parteien

Umweltverbände BUND, DNR, Greenpeace, NABU und WWF forcieren

Berlin. (NABU D) Die großen deutschen Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Naturschutzring (DNR), Greenpeace Deutschland, Naturschutzbund Deutschland (NABU) und WWF Deutschland haben den Vorsitzenden der Parteien Bündnis90/Grüne, CDU/CSU, FDP, SPD, PDS und WASG angesichts der möglichen Bundestagswahl sieben Kernforderungen für eine konsequente Umwelt- und Naturschutzpolitik vorgelegt.

Sie erhalten zur Ihrer Kenntnis die "Kernforderungen zur Bundestagswahl 2005" der Umweltverbände. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Für Rückfragen:
Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-464
Jörn Ehlers, WWF-Pressesprecher, Tel. 030-308742-12
Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel 030-284984-23
Stefan Krug, Greenpeace, Leiter Politische Vertretung Berlin, Tel. 030-308899-20
Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär, Tel. 0228-359005

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