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13.08/18.08.2005

NABU-Jahresbilanz

Vorstellung des Jahresberichts 2004 und umweltpolitischer Ausblick

Berlin. (NABU D, NABU-Pressesprecherin Kathrin Klinkusch) Das Jahr 2004 hat einmal mehr gezeigt, dass eine starke Umweltlobby notwendig ist, um sich dauerhaft für die Ziele des Natur- und Umweltschutzes einzusetzen. Mit der nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform sowie der Verabschiedung des Gentechnikgesetzes wurden 2004 zwei langjährige Forderungen des Naturschutzbundes NABU erfüllt. Unerledigt bleibt jedoch die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Novellierung von Bundesjagd- und Bundeswaldgesetz. Mit der schleppenden Umsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes erwiesen sich einzelne Länder nicht zum ersten Mal als Bremsklotz in der Umweltpolitik.

In seinem Jahresbericht 2004 dokumentiert der NABU, wie sich der Verband entwickelt hat und welche Schwerpunkte er verfolgt. Traditionell bietet dieser Anlass eine gute Gelegenheit für einen umwelt- und naturschutzpolitischen Rück- und Ausblick. Welche Bilanz hat die rot-grüne Bundesregierung vorzuweisen? In welchen Bereichen haben Opposition und Bundesländer mit sturer Blockadehaltung wichtige Vorhaben verhindert? Wie gestaltet sich die Zukunft des Natur- und Umweltschutzes in Deutschland mit Blick auf die mögliche Bundestagswahl? Auch darüber möchte der NABU insbesondere mit Pressevertretern sprechen.

Termin ist Donnerstag, 18. August 2005, 11.00 Uhr

Ort: 10117 Berlin, Reichstagufer 14


13.08.2005 Umweltinformationen/Vodafone

NABU mit Natur-Plattform bei Vodafone

NABU-Präsident Olaf Tschimpke: Naturschutzziele per Handy - zeitgemäß kommunizieren

Berlin/Bonn. (NABU D) Informationen des Naturschutzbundes NABU gibt es ab sofort auch über Handy. Alle Vodafone-Kunden können die mobile Natur-Plattform auf dem Vodafone-Live!-Portal nutzen und erhalten dort Auskunft über Termine, Aktionen oder Projekte des NABU. Das Abrufen des Umweltportals kostet nichts extra, die Nutzer zahlen nur die üblichen Verbindungsgebühren je nach Tarif.

"Dem NABU eröffnet sich die einmalige Chance, seine Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und Naturschutz per Handy zeitgemäß zu kommunizieren", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke (Foto: NABU). Mit wenigen Klicks gelangen die Handynutzer zu den Umweltseiten des NABU. Dort finden sie Praxistipps und aktuelle Umweltnachrichten. Dazu gehören unter anderem Informationen zum weltweit größten Schneeleoparden-Gehege oder zur Lösung von Konflikten zwischen Naturschutz und Erneuerbaren Energien. Ferner gibt es Hinweise wie man "grüne Dächer"anlegt oder den Garten für Igel attraktiv macht.

Dazu erhalten Vodafone-Kunden über die Plattform Hinweise zu aktuellen NABU-Aktionen wie der Europäischen Fledermausnacht BatNight am 27. / 28. August mit Terminen zu Festen, Vorträgen und Exkursionen. Ähnlich wird im Oktober der jährliche BirdWatch per Handy mitzuverfolgen sein.

Mit ihrer auf vier Jahre angelegten Partnerschaft wollen sich NABU und Vodafone in konkreten Projekten für die Ziele des Naturschutzes und der nachhaltigen Entwicklung engagieren. Die Natur-Plattform auf dem Vodafone-Live!-Portal gehört zu den ersten gemeinsamen Projekten. Sie wurde bereits in einer Testaktion während des Aktionswochenendes "Stunde der Gartenvögel" am 20. Mai live geschaltet.

Rückfragen an: Katja Neubauer, Referentin Corporate Communications, Tel. 0228-4036-153 Im Internet zu finden unter www.NABU.de


13.08.2005
Naturschutz/EU-Recht

NABU: Niedersachsen missachtet dauerhaft EU-Recht

Miller: "Schwarz-gelbe Landesregierung hat sich nicht im Griff "

Berlin. (NABU D) Der Naturschutzbund NABU hat das Land Niedersachsen erneut aufgefordert, die Umsetzung des europäischen Naturschutzrechtes nicht weiter zu blockieren und damit hohe Strafzahlungen gegen die Bundesrepublik zu provozieren. "Die blamable Bilanz Niedersachsens bei der Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ist nicht länger hinzunehmen ", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Das Land stehe unter strenger Beobachtung der EU-Kommission. Niedersachsens Gebietsmeldung wurde von der EU-Kommission wiederholt als unvollständig bezeichnet und nicht akzeptiert. Dabei geht es vor allem um die fehlenden Gebietsmeldungen in den Flussmündungen von Ems, Weser und Elbe. Die niedersächsische Landesregierung weigert sich diese Flussmündungen komplett gemäß der FFH-Richtlinie auszuweisen und hat die von der Kommission gesetzten Fristen immer wieder verstreichen lassen.

"Man muss zu dem Schluss kommen, dass sich die schwarz-gelbe Landesregierung derzeit nicht im Griff hat ", sagte Miller. Geltendes Recht würde dauerhaft und bewusst in besorgniserregender Weise missachtet. Es sei interessant, wie die beiden Parteien - die bundesweit eine 1:1-Umsetzung von EU-Recht versprächen - dort agierten, wo sie Regierungsverantwortung tragen. "Das ist kein gutes Zeichen für die Regierungsfähigkeit von CDU und FDP ", so Miller weiter. Sollte der Europäische Gerichtshof Deutschland deshalb verurteilen, müssten alle Steuerzahler für das Fehlverhalten Einzelner zahlen. Darüber hinaus riskiere Niedersachsen auch den Verlust von für die Regionalförderung wichtigen EU-Strukturfondsmitteln.

Nach Ansicht des NABU beinhaltet gerade das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 große Chancen für die Zusammenarbeit von Naturschutz und Landnutzern. "Hier werden Zukunftschancen verspielt. Niedersachsens Landesregierung hat offenkundig nicht begriffen, dass Naturschutz eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe ist ", betonte Miller. Das stur-destruktive Verhalten zeuge nicht von verantwortungsvoller Europapolitik, sondern sei wieder einmal ein trauriges Zeichen engstirniger Landespolitik.

Rückfragen an: Jörg-Andreas Krüger, Leiter Fachbereich Naturschutz- und Umweltpolitik, Tel. 030-284984-24, mobil 0173-6004364 Im Internet zu finden unter www.NABU.de

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